1989 wurde  der Beschluss zur Einrichtung der Stelle einer Frauenbeauftragten in der Stadt Viernheim gefasst. Ab dem 1. Januar 1990 gab es eine Frauenbeauftragte. 27 Jahre lang wurde die Stelle von Rita Walraven-Bernau (bis Anfang 2018) mit großem Engagement ausgeübt.

Zum 1. April 2019 wurde die Stelle in Gleichstellungsbeauftragte umbenannt und wird von Maria Lauxen-Ulbrich wahrgenommen.
Die Gleichstellungsbeauftragte ist als Stabsstelle direkt dem Bürgermeister zugeordnet.

Verwaltungsinterne Aufgaben

Als interne Gleichstellungsbeauftragte ist sie für die Verbesserung der Aufstiegschancen und Arbeitssituation der Frauen in der Stadtverwaltung zuständig. Die Gleichstellungsbeauftragte überwacht die Durchführung des Hessischen Gleichberechtigungsgesetzes (HGlG).
Als Stellvertreterin für den verwaltungsinternen Bereich wurde die Verwaltungsangestellte Ute Langsdorf bestellt. Die Gleichstellungsbeauftragte ist an zahlreichen Maßnahmen zu beteiligen. Die Wichtigsten zusammengefasst:

  • Aufstellung und Änderung des Gleichstellungsplans
  • personelle, soziale und organisatorische Maßnahmen im Sinne des Personalvertretungsgesetzes
  • Stellenausschreibungen, Auswahlverfahren sowie Vorstellungsgespräche

Um allen Aufgaben gerecht zu werden, ist sie rechtzeitig (mindestens zwei Wochen vor der Entscheidung) zu benachrichtigen und anzuhören. Die Gleichstellungsbeauftragte erhält auf Verlangen Einsicht in alle Akten, die Maßnahmen, an denen sie zu beteiligen ist, betreffen. Sie hat ein Widerspruchsrecht bei der Dienststellenleitung

Kommunale Aufgaben

Sie ist Anlauf- und Kontaktstelle - verstanden als Hilfe zur Selbsthilfe - für alle Ratsuchenden bei

  • beruflicher Diskriminierung
  • Benachteiligung aller Art aufgrund des Geschlechtes
  • in schwierigen Lebenslagen (Trennung, Scheidung, Alter, Arbeitslosigkeit, Wiedereinstieg in den Beruf, bei familiären Problemen, Migrationsstatus, Gewalt gegen Frauen, sexueller Mißbrauch usw.)

Sie fördert die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern.

Sie vermittelt ratsuchende Frauen weiter an Fachpersonal, Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen 

Sie greift gleichstellungspolitisch wichtige Fragen auf, trägt sie in die Öffentlichkeit und an die zuständigen Stellen (Ämter, Institutionen, Ministerien), z. B. Themen wie:

  • Frauen & Arbeit
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Migration & Integration
  • Mädchen & Jungen
  • Schutz vor Gewalt
  • Selbsthilfe und Unterstützung

Sie greift die frauenpolitischen Anliegen von Frauen und -gruppen in der Stadt und auf Kreisebene auf und fördert sie nach ihren Möglichkeiten, in dem sie entsprechende Projekte unterstützt bzw. initiiert, z. B.:

  •  Frauenhaus Bergstraße
  •  Frauennachtfahrdienst
  •  Zufluchtswohnung   

Sie unterstützt das Entstehen von Netzwerken:

  • Vernetzung einzelner Frauen untereinander
  • Vernetzung von Frauengruppen
  • Vernetzung zu wichtigen Schwerpunktthemen
  • Vernetzung von Beratungsstellen, Ämtern und Institutionen u.a.
  • Koordinatorin und Ansprechpartnerin für das "Soziale Netzwerk Viernheim"
  • Mitarbeit im Arbeitskreis "Gegen sexuellen Mißbrauch im Kreis Bergstraße"
  • Teilnehmerin im Arbeitskreis "Mädchen"
  •  Mitglied im Verbund der 3 Arbeitskreise "Mädchen", "Jungen" und "Gegen sexuellen Missbrauch"
  • Mitglied bei den Dienstversammlungen der internen Frauenbeauftragten im Kreis Bergstraße
  • Mitglied in der LAG (Landesarbeitsgemeinschaft) kommunaler Frauenbüros in Hessen, Mitglied in der Arbeitsgruppe "Kommunikation"
  • Mitglied in der BAG (Bundesarbeitsgemeinschaft) der kommunalen Frauenbüros
  • Teilnehmerin der Lenkungsgruppe "Integration" der Stadt Viernheim