Brundtland-Stadt?

Dieser Titel wurde Viernheim 1994 vom Hessischen Umweltministerium verliehen. Die Stadt siegte in einem Landeswettbewerb, an dem sich insgesamt 12 hessische Kommunen beteiligt hatten. Viernheims zukunftsweisende Energiepolitik fand Anerkennung und damit Unterstützung für effektiven Klimaschutz. Brundtland-Stadt, das heißt Energiesparstadt, ein Name also, auf den die Viernheimer stolz sein können. Damit verbunden ist aber auch die Verpflichtung, die bisherigen Aktivitäten nicht nur fortzuführen, sondern zu intensivieren.

Unter der Leitung der ehemaligen norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland erstellte 1987 die UNO-Kommission für Umwelt und Entwicklung den Brundtlandbericht. Dessen wichtigste Forderung lautete: Der Primärenergieverbrauch und damit die CO2-Emissionen in den Industrieländern müssen in den nächsten Jahrzehnten halbiert werden, um so eine nachhaltige Entwicklung für die folgenden Generationen sicherzustellen.

Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes

Zeitraum:

1.8.2017 - 30.11.2018

Beteiligte Partner:

Magistrat der Stadt Viernheim vertr. durch 1. Stadtrat, Herrn Jens Bolze
B.A.U.M. Consult GmbH, Gotzinger Straße 48-50, 81371 München

"Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit auf Grund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages"
Förderkennzeichen: 03K06472
Zuwendung aus den Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative *

Die Stadt Viernheim beschäftigt sich seit 1994, in dem sie als Gewinner aus einem Landeswettbewerb hervorging, intensiv mit dem Thema Klimaschutz. Das Brundtlandbüro ist mit diesem Thema betraut und hat bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die im ersten Klimaschutzkonzept von 1995/96 beschrieben waren.

Um Klimaschutzmaßnahmen weiterhin voranzutreiben und zu optimieren, entwickelte die Stadt im o.g. Zeitraum, gemeinsam mit Fa. B.A.U.M. Consult GmbH, München, ein zweites "Integriertes Klimaschutzkonzept". Ein zentrales Element hierbei ist die Reduzierung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen. Ein weiteres Ziel, das Viernheim mit der Erstellung des Klimaschutzkonzepts verfolgt, ist bisher vereinzelte Initiativen in einem Gesamtkonzept zu verankern und weitere für die Stadt wichtige Potenziale langfristig strategisch zu erschließen. Stand beim ersten Klimaschutzkonzept das Thema Energie im Vordergrund, sind es nun auch die Aktionsfelder Mobilität, Klimaanpassung, regionale Wertschöpfung und nachhaltige Lebensstile. Darüber hinaus sieht sich die Stadt in der Pflicht, weiter in den Klimaschutz zu investieren, um auch den nachfolgenden Generationen ein klimafreundliches und lebenswertes Umfeld zu bieten. Ebenso soll die Funktion als attraktiver Wohn-, Arbeits- und Sozialraum weiter gestärkt werden.

Am 20.09.2019 stimmten die Stadtverordneten in ihrer Sitzung einstimmig dem neuen Klimaschutzkonzept Viernheim 2.0 und somit dem in diesem Zusammenhang entwickelten Leitbild zu. Um die Klimaschutzziele 2030 zu erreichen, sind 2 zusätzliche Personalstellen in diesem Bereich zu schaffen, die in den ersten 3 Jahren mit 65% und in den Folgejahren 4+5 mit 35% durch Bundesmittel gefördert werden. Das Klimaschutzkonzept wurde außerdem auf Antrag um den Punkt „Viernheimer Stadtwald“ und „Stadtbegrünung“ ergänzt.

Link zum Projektträger Jülich: www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

* "Nationale Klimaschutzinitiative"

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wir Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen."

Das neue Klimaschutzkonzept sowie die Präsentation der Fa. B.A.U.M

Wenn schon - dämm schon! Keine Sanierung ohne Wärmedämmung

Sie planen die Renovierung Ihrer Fassade oder die Neueindeckung des Dachs und wollen auch die alten Fenster austauschen

Ergreifen Sie die Gelegenheit, den Wärmeschutz Ihres Hauses umfassend zu verbessern. Mit einer nachträglichen umfassenden Wärmedämmung können Sie die Heizkosten weit mehr als halbieren- zusammen mit einer Erneuerung der Heiztechnik auch auf 20% oder weniger senken. Im Optimum gelingt eine Sanierung zum Passivhaus im Bestand. Dieser Schritt wird mit erheblichen Fördermitteln der Kreditanstalt für Wideraufbau und des Land Hessen bezuschusst. Energieeffizienzexperten begleiten Sie bei den Förderprogrammen.

Die Wirtschaftlichkeit von Dämm-Maßnahmen ist meistens positiv. Die Mehrkosten für eine Dämmung rechnen sich immer. Auch wenn Sie sich heute nur für eine Dämm-Maßnahme entscheiden, macht es Sinn, diese so zu planen, dass sich die nächste problemlos ergänzen lässt. Mit einem vom Fachmann erstellten Sanierungsfahrplan gelangen Sie Schritt für Schritt zum optimal sanierten Haus.

Staatliche Förderprogramme der KfW (Zuschuss und Kredit) helfen Ihnen dabei.

 

Oder es steht eine Sanierung der Heizungsanlage an

Soll es nur ein einfacher Kesseltausch sein? Macht es Sinn, auf eine Wärmepumpe umzustellen oder einen Pelletkessel in Erwägung zu ziehen?

Das Brundtlandbüro berät Sie gerne: Tel. 06204 988 222

Nutzen Sie die EnergiesparChecksvon co2online:

Oder informieren Sie sich:

Seit 2009 findet in ausgewählten Quartieren regelmäßig eine sogenannte Energiekarawane statt. Mit der Aktion "Energiekarawane" will die Stadt Viernheim aufklären und motivieren für das Thema Energieeffizienz und dadurch die Sanierungsrate steigern.

Nach vorheriger Ankündigung kommt ein Energieberater direkt ins Haus und informiert über Sanierungsmaßnahmen und Fördermöglichkeiten.

Die Viernheimer Idee hat sich in der Region ausgebreitet. In den vergangenen Jahren wurden über 80 Energiekarawanen in der Metropolregion durchgeführt.

Aktionsgebiete Überblick Karawane 1-8

Neubau

Wer heute neu baut, kann neben den individuellen Wünschen auch die technischen Möglichkeiten ausschöpfen.

Sehr guter Wärmeschutz kombiniert mit optimaler Haustechnik, sorgen für minimale Heizkosten.

Die KfW hat verschiedene Baustandards definiert und bietet dafür besonders zinsgünstige Kredite kombiniert mit Tilgungszuschüssen.

Neben den KfW-Effizienzhäusern 40+, 40 und 55 wird auch das Passivhaus gefördert. Es stellt das bauliche Optimum dar.

Günstige Darlehen und sehr niedrige Heizkosten kompensieren die Mehrkosten.

Passivhaus

Mehr Behaglichkeit - weniger Energie. So ließen sich die zentralen Vorteile von Passivhäusern zusammenfassen.

Das Besondere steckt in den Details:

  • Besonders gute Wärmedämmung
  • Drei-Scheiben Wärmeschutzverglasung
  • Wärmebrückenfreiheit
  • Luftdichte Hülle
  • Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung

Rein äußerlich müssen sich Passivhäuser nicht von konventionellen Häusern unterscheiden. Die Mehrkosten beim Bau neutralisieren sich durch die geringen Heizkosten und das zinsgünstige Darlehen oder Zuschüsse. Nach deren Rückzahlung bleiben Ihnen die geringen Heizkosten. Eine perfekte Versicherung gegen steigende Energiekosten.

Weitere Informationen:

Passivhaus-Institut, Darmstadt
Tel. 06151-826990
www.passiv.de 

Interessengemeinschaft Passivhaus
64283 Darmstadt, Rheinstr. 44/46
Tel.: 06151 - 826 99-33
Fax.: 06151 - 826 99-34
info(at)ig-passivhaus.de
www.ig-passivhaus.de

Pro Passivhaus e.V.
www.propassivhaus.de

Kreditanstalt für Wiederaufbau, Frankfurt
Tel. 01801-335577
www.KfW.de dann Programm 153 wählen

Ziel des Energiemanagements ist es, den gewünschten Komfort bei der Wärmeversorgung, der Raumluftqualität und der Beleuchtung mit dem geringst möglichen Energieeinsatz zu erreichen und damit verantwortungsvoll mit den Haushaltsmitten und den Ressourcen umzugehen.

Energiemanagement ist die Aufgabe, alle Energieanwendungen genauestens zu beobachten, zu messen, zu analysieren und dann geeignete Maßnahmen einzuleiten, um die Verbräuche zu reduzieren.

Das geschieht im Bestand durch Betriebsoptimierung und bei Neuanschaffungen durch den Einsatz von Besttechnik. Mit dieser Vorgehensweise konnten im Jahr 2014 Energiekosten in Höhe von 970.000 € eingespart werden.

Energiebericht 2014 

 

Die Bausteine des Energiemanagements

Verbrauchsüberwachung ist die Grundlage für Energie- und Wassereinsparungen. 

Energiemanagement ist die Aufgabe alle Energieanwendungen genauestens zu beobachten, zu messen, zu analysieren und dann geeignete Maßnahmen einzuleiten, um die Verbräuche zu reduzieren. 

Die monatliche Ablesung aller Verbrauchszähler, die Fernüberwachung der größeren Objekte und die Auswertung der Verbrauchsdaten bildet die Grundlage für alle Maßnahmen zur Energieeinsparung. 

Energieeinsparung ist Teamarbeit

Erfolgreiche Energieeinsparung ist nur durch eine enge Zusammenarbeit in der Verwaltung zwischen den Mitarbeitern des Bauverwaltungs- und Liegenschaftsamtes, dem Energiebeauftragten und den Hausmeistern möglich. Die Beteiligten verstehen sich als ein Energiesparteam und unterstützen sich durch einen intensiven Informationsaustausch gegenseitig. 

Motivation und Sensibilisierung ermöglicht Einsparungen

Die Hausmeister liefern wichtige Informationen über verbrauchsintensive Nutzungen und unterbreiten auch Einsparvorschläge. Dabei steht der Energiebeauftragte ihnen als direkter Ansprechpartner zur Verfügung. Er analysiert die Informationen und gibt den Hausmeistern in Absprache mit den Mitarbeitern des Bauverwaltuns- und Liegenschaftsamtes Hilfestellungen zur Optimierung der Energienutzung. Schon nach kurzer Zeit hat sich ein reger Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten eingestellt. Zahlreiche Verbesserungen konnten bereits umgesetzt werden.

Anlagenbetriebsoptimierung ist die Grundlage für einen sparsamen Umgang mit Energie und Wasser

Das Ziel der Anlagenbetriebsoptimierung ist es, Wärme, Licht und Wasser während der Nutzungszeiten der Gebäude in der gewünschten Qualität und Quantität bereitzustellen.

Außerhalb der Nutzungszeiten wird der Wärme- und Strombedarf aber auf das technisch erforderliche Minimum abgesenkt. Hierzu werden Wärmeerzeuger und Lüftungsanlagen außerhalb der Nutzungszeiten in Ihrer Leistung reduziert bzw. sogar zeitweise abgeschaltet.

Die Beleuchtung wird konsequent ausgeschaltet und bleibt nur dort reduziert in Betrieb, wo die Sicherheit und der Schutz vor Vandalismus und Einbruch dies erfordern. Bei Reinigungsarbeiten wird die Beleuchtung auf das für diese Aufgabe notwendige Maß begrenzt.

Wasserverluste durch nicht vollständig schließenden Zapfeinrichtungen und Spülkästen werden durch tägliche Kontrollgänge bei Dienstschluss erkannt und in der Folge durch entsprechende Wartungsarbeiten vermieden.

Wärmeschutz und effiziente Technik

Bei allen Sanierungsarbeiten an der Gebäudehülle wird konsequent die Möglichkeit eines zukunftsweisenden Wärmeschutzes geprüft und dieser bei nachgewiesener Wirtschaftlichkeit umgesetzt. Der zukunftsweisende Wärmeschutz liegt bei U-Werten zwischen 0,15 und 0,2 W/m²K. Bei Fenstern wird 3-Scheiben Wärmeschutzverglasung mit thermisch optimiertem Randverbund (warme Kante) eingesetzt. Die Wärmeversorgung der städtischen Objekte erfolgt, soweit dies möglich ist über Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung. Bei dezentraler Wärmeerzeugung, wird entweder die Erdgas Brennwerttechnik oder die Kraft-Wärme-Kopplung eingesetzt. An geeigneten Standorten werden regenerative Energieträger (Pellets) genutzt. Bei der Erneuerung bzw. der Erstinstallation von Lüftungsanlagen werden hocheffiziente Wärmetauscher zur Wärmerückgewinnung aus der Abluft eingesetzt. Als Antrieb der Lüfter kommen nach Möglichkeit frequenzgesteuerte Hocheffizienzmotoren zum Einsatz. Soweit es wirtschaftlich sinnvoll ist, werden die Luftmenge und der Außenluftanteil in Abhängigkeit von der Raumluftqualität geregelt. Bei der Beleuchtung werden Leuchten mit einem hohen Leuchtenbetriebwirkungsgrad und Leuchtmitteln mit einem hohen Lichtstrom pro Watt eingesetzt. Bei nachgewiesener Wirtschaftlichkeit kommen LED´s zum Einsatz. Tageslichtabhängige Regelungen werden eingesetzt, wenn auf eine künstliche Beleuchtung auch im Laufe des Tages nicht vollständig verzichtet werden kann.

Der Einsatz der regenerativen Energien Sonne, Wind, Wasser, Erdwärme und Holz bietet heute eine Fülle von Alternativen zur Erzeugung von Strom und Wärme, auch für den privaten Einsatz. Die vielfältigen Möglichkeiten sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass es immer am preiswertesten und besonders ökologisch ist, Energie erst gar nicht zu verbrauchen. Wenn jedes Haus durch gute Dämmung nur noch halb so viel Heizwärme benötigt, dann reicht das Schwachholz für die Pellets zur Beheizung der doppelten Fläche. Wer durch effiziente Technik seinen Stromverbrauch reduziert, kommt mit weniger Fotovoltaikmodulen aus. Der zukunftssichere Weg heißt also: Erst die Effizienz steigern und dann den restlichen Energiebedarf regenerativ decken. Besonders die Fotovoltaik bietet sich in Viernheim an. Einfach, dezentral und unterdessen mit einer überschaubaren Investition von 6.000 € für eine 3-4 kW-Anlage auf einem Einfamilienhaus ist das eine wirtschaftlich sinnvolle Investition.

Mehr auf www.viernheim.de/solar.html  und

Energiethemen sind sehr vielschichtig. Neben den technischen Belangen gibt es zahlreiche Vorschriften, die einzuhalten sind und eine Vielzahl von Förderprogrammen. Eine Beratung im Brundtlandbüro verschafft Klarheit über die Möglichkeiten für Ihr Haus.

Vereinbaren Sie einen Termin unter 06204 988-222.

Privatpersonen können auch hier schon einmal schauen:
Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
Weitere Informationen unter:

Neben den reinen Energiethemen organisiert das Brundtlandbüro auch andere Projekte zum Thema Nachhaltigkeit.

 Wildpflanzen zu Biogas (pdf)

Einrichtung einer Elektrotankstelle in Kooperation mit Fa. Electro-Helfrich (pdf)

 

Für Interessierte:

Brundtlandbeauftragter:
Philipp Granzow
Telefon: 06204 988-379
E-Mail: PGranzow(at)viernheim.de

Energiebeauftragter:
Reinhard Wirths
Telefon 06204 988-380
E-Mail: RWirths(at)viernheim.de

Brundtlandbüro:
Annette Rihm
Telefon: 06204 988-222
E-Mail: ARihm(at)viernheim.de

Wir informieren Sie gerne!

Büro: Wasserstr. 20 | 68159 Viernheim | Fax: 06204 988-241
Öffnungszeiten: Mo-Fr 8:30 - 12:00 Uhr | Mi 14:00 - 17:30 Uhr |sowie nach Vereinbarung

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