Beteiligungsorientierte Bildungsplanung: Phase 2

Bildung nachhaltig sichern

Im Rahmen des Arbeitsprozesses zur beteiligungsorientierten Schulentwicklungsplanung in Viernheim wurde von unterschiedlicher Seite immer wieder angemerkt, dass es notwendig sei, das gemeinsame Handeln aller Bildungsakteure im administrativen und operativen Bereich in Viernheim weiter zu entwickeln und der bereits bestehenden langjährigen Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure unter dem Begriff „Viernheimer Modell“ eine erweiterte strukturelle und konzeptionelle Perspektive zu geben. Von den Teilnehmenden wurden dabei die intendierte Grundidee mit Begriffen wie „Nachhaltigkeit“- „Verstetigung“ und „gemeinsame Verantwortung“ umrissen. Diesen Gedanken aufnehmend möchte die Stadt Viernheim nunmehr die Initiative ergreifen, einen Prozess des Aufbaues nachhaltiger Strukturen eines kommunalen Bildungsmanagements zu forcieren.

Ein Planungsgespräch am 4. März 2020 mit den Vertretungen der relevanten Bildungsinstitutionen und der Bildungsadministration in Viernheim sollte insbesondere über die Grundlagen eines kommunalen Bildungsmanagements auf der Basis von Erfahrungen in anderen Regionen informieren und ein Forum sein, in dem, in einem ersten Dialog, Grundlagen und Umsetzungsmöglichkeiten für Viernheim diskutiert werden konnten.

Teilnehmer*innen: Leitungen der Kindertageseinrichtungen, Leitungen der Schulen (alle Schultypen), Führungskräfte aus lokalen Einrichtungen der Jugendhilfe (städtische und freie Träger), Leitung Volkshochschule, Leitungskräfte aus zuständigen administrativen Bereichen der Stadt, Vertreter aus politischen Gremien, Schulelternbeiräte, als Gäste: Vertretung Staatliches Schulamt, Vertretung Schulträger (Landkreis).

Wesentliches für die Gestaltung der Bildungslandschaft Viernheim

Folgende Punkte wurden beim Planungsgespräch am 4. März 2020 als wesentlich im Hinblick auf die künftig zu gestaltende Bildungslandschaft in Viernheim angesehen:

  • Die bereits bestehenden unterschiedlichen Kooperationen der Bildungspartner in Viernheim müssen strukturell und nachhaltig abgesichert werden. Dazu braucht es den Aufbau entsprechender Strukturen der Kommunikation und der Steuerung und eines „Motors“, der den Prozess am Laufen hält, damit er nicht – wie in der Vergangenheit geschehen- zum Erliegen kommt.

  • Die Stadt sollte eine orientierende und koordinierende Funktion in der Bildungslandschaft haben ohne die einzelnen Institutionen zu bevormunden. Sie sollte Verantwortung übernehmen für die regelhafte Gestaltung des Kommunikationsprozesses zwischen den einzelnen Kooperationspartnern in der Bildungslandschaft.

  • Wichtig ist eine multiprofessionelle Kooperation – insbesondere von Schule und Jugendhilfe – auf „Augenhöhe“, auf der Grundlage gemeinsam erarbeiteter Zielsetzungen aber ohne innere Einmischung in die spezifischen Belange der einzelnen Institutionen (z.B. Schule und Kita). - Als notwendig wird erachtet, für den Prozess der Herausbildung einer kommunalen Bildungslandschaft entsprechende zeitliche, personelle und finanzielle Ressourcen bereit zu stellen. Dazu gehört auch, vorhandene Ressourcen in gemeinsamer Verantwortung zu bündeln und effektiv zu nutzen.

  • Nicht zuletzt wird von besonderer Bedeutung sein, dass alle Institutionen und Personen des Bildungssektors in Viernheim der Wille eint, gemeinsam für die Verbesserung der Entwicklungsförderung von Kindern und Jugendlichen in Viernheim zu arbeiten und ein System lebenslangen Lernens zu etablieren.

Kontakt

Frau Sabine Ruth

Amt für Kultur, Bildung und Soziales
Fachbereich Jugendförderung/Gemeinwesenarbeit
Fachbereichsleitung

Treff im Bahnhof, 1. OG
Treff im Bahnhof, Friedrich-Ebert-Str. 8, 68519 Viernheim

Telefon: 06204 988-431

Fax: 06204 988-432

Email:  Sabine.Ruth@viernheim.de