Wirtschaftsförderung: Potenziale der Digitalisierung besser ausschöpfen mit „Digital jetzt“

Maximale Fördersumme beträgt 50.00 Euro pro Unternehmen

„Die Digitalisierung wird in immer weiteren Bereichen unseres Lebens sichtbar und bietet unglaubliche Möglichkeiten zum Wohle der ganzen Gesellschaft. Gerade für die Wirtschaft ist dieses Themenfeld entscheidend bei der Frage der Zukunftsfähigkeit des eigenen Unternehmens. Die Digitalisierung bietet die Optimierung von Arbeits- und Produktionsprozessen, verbesserte Vernetzungen und neue Geschäftsmodelle“, so Bürgermeister Matthias Baaß.

Mit dem neuen Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie „Digital jetzt“ soll den Unternehmen mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss beim Transformationsprozess geholfen werden.

„Bei der Digitalisierung werden oft nur Investitionen in digitale Technologien betrachtet. Dabei muss aber ebenso die Qualifizierung von Beschäftigten zu Digitalthemen berücksichtigt werden. Daher ist es zu begrüßen, dass mit dem neuen Förderprogramm beide Aspekte berücksichtigt werden“, so Wirtschaftsförderer Alexander Schwarz.

Die maximale Fördersumme beträgt 50.000 Euro pro Unternehmen, bei Investitionen von Wertschöpfungsketten und/oder -netzwerken kann sie bis zu 100.000 Euro pro Unternehmen betragen. Die minimale Fördersumme beträgt 17.000 Euro bei Investitionen in digitale Technologien und 3.000 Euro bei Investitionen in die Qualifizierung der Beschäftigten zu Digitalthemen.

Der Förderzuschuss bemisst sich hierbei anteilig an den Investitionskosten des Unternehmens. Die Förderquote (in % der Investitionskosten) ist nach Unternehmensgröße gestaffelt. Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie zu begrenzen, gelten für alle bis zum 30. Juni 2021 eingehenden Anträge höhere Förderquoten. Danach gelten verringerte Förderquoten um jeweils 10 Prozentpunkte. Die Förderquote liegt aktuell bei Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten bei bis zu 50 Prozent, bei bis zu 250 Beschäftigten bei bis zu 45 Prozent und bei bis zu 499 Beschäftigten bei bis zu 40 Prozent. Somit erhalten kleinere Unternehmen einen etwas höheren prozentualen Zuschuss.

Antragsberechtigt sind mittelständische Unternehmen aus allen Branchen, inklusive Handwerksbetriebe und freie Berufe bei einer Mitarbeiterzahl von 3 bis 499 Beschäftigten. Das Unternehmen muss durch die Beantwortung gezielter Fragestellungen beim Förderantrag einen Digitalisierungsplan darlegen. Dieser beschreibt das gesamte Digitalisierungsvorhaben, erläutert die Art und Anzahl der Qualifizierungsmaßnahmen, zeigt den aktuellen Stand der Digitalisierung im Unternehmen und die Ziele, die mit der Investition erreicht werden sollen. Er stellt beispielsweise dar, wie die Organisation im Unternehmen effizienter gestaltet wird, wie sich das Unternehmen neue Geschäftsfelder erschließt, wie es ein neues Geschäftsmodell entwickelt und/oder seine Marktposition gestärkt wird. Zu den Rahmenbedingungen des Programms gehört auch, dass mit dem Vorhaben zum Zeitpunkt der Förderbewilligung noch nicht begonnen wurde und nach der Bewilligung das Vorhaben innerhalb von zwölf Monaten umgesetzt wird.

Die Anträge können auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (www.bmwi.de/digitaljetzt) mit Hilfe einer Eingabemaske, dem sogenannten Antragstool, gestellt werden, welches am 7. September freigeschaltet wurde. Der Antrag auf Förderung ist bis einschließlich 2023 zu stellen. Aufgrund der Vielzahl der Förderanträge für „Digital Jetzt“ ist es für kurze Zeit nicht möglich, sich im Förderportal zu registrieren und Anträge einzureichen. Es gibt eine monatliche Kontingentierung für Registrierungen und für Antragseinreichungen im Antragstool. Jeweils zum 15. eines Monats wird ein Kontingent an neuen Registrierungen für das Antragstool freigeschaltet. Bereits registrierte Nutzerinnen und Nutzer können den Antrag im Antragstool weiter vorbereiten, speichern und zum 1. des Folgemonats einreichen, bis das Kontingent für eingereichte Anträge erreicht ist. Den genauen Zeitpunkt erfährt man auf der Webseite (www.bmwi.de/digitaljetzt). Insgesamt stehen für das Programm 203 Millionen Euro zur Verfügung. Die Kontingentierung dient der Sicherstellung der Fördermittel über den gesamten Zeitraum sowie einer angemessenen Bearbeitungszeit der Anträge.