Stadtwerke Viernheim: Vorsicht, Pumpenkiller!

Feuchttücher verstopfen Rohre und Kanäle und gehören in den Abfall Kosten und viel Arbeit bei der Reinigung der Abwasserkanäle

Viele nutzen Feuchttücher, Babytücher und Hygienetücher, weil sie klein und praktisch sind. Damit sie nicht reißen, bestehen sie aus einem Polyester-Viskose-Gemisch oder aus Fasern, die mit Kunstharzen gefestigt sind. Doch genau das ist das Problem! „Seit ca. fünf Wochen vermehren sich die Probleme mit Feuchttüchern in Viernheims Abwassernetz“, berichtet Marianne Hielscher, Abteilung Technischer Netzservice und Abwassernetz der Stadtwerke Viernheim GmbH.

In Toiletten entsorgte Feuchttücher verstopfen die Kanalisation und verfangen sich in den Abwasserpumpen. Lange, verfilzte und zähe Stränge belasten die Pumpen und bringen sie letztendlich zum Stillstand. Auch in Kläranlagen verursachen Feuchttücher Probleme: Sie schwimmen an der Oberfläche, verringern dadurch den Sauerstoffaustausch und stören die Biologie der Anlage, so die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA).

Das wird teuer und alle müssen zahlen!

Verstopfte Kanäle und Abwasserpumpen erhöhen den Energieverbrauch. Die Behebung der Störung und die Beseitigung des Mülls kostet Geld, das alle Verbraucher zahlen. Müssen verstopfte Rohre auf Privatgrundstücken gereinigt werden, müssen Hauseigentümer – also die Verursacher – die Kosten übernehmen.

Folgende Tipps können weiterhelfen

Damit die Abwasserentsorgung zuverlässig, umweltschonenden und ohne zusätzliche Kosten funktioniert, sind einige Dinge zu beachten. Dabei muss nicht auf Hygiene und Sauberkeit verzichtet werden. Feuchttücher aus Papier sind umweltfreundlicher als Tücher aus Vlies, da sie sich in Wasser auflösen. Toilettenpapier kann man mit einer Körperlotion oder einem speziellen Spray für die Intimpflege befeuchtet werden. Oder man kann einen Waschlappen benutzen. Sollten dennoch Feuchttücher aus Vlies benutzt werden, müssen diese unbedingt über die Restmülltonne entsorgt werden!