Sicherheit/Verkehr: Kreisseniorenbeirat wirbt in Viernheim für Rücksichtnahme

Gerade auf Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen und Eltern mit Kinderwagen

Mit einer neuen Auflage der "Gehwegkarte" macht die Seniorenvertretung des Kreises Bergstraße auch in Viernheim darauf aufmerksam, dass der Gehweg keine Ersatzparkzone ist. Dort stehende Fahrzeuge bringen Rollstuhlfahrer, Nutzende von Rollatoren und Eltern mit Kinderwagen oft in große Bedrängnis, wenn sie, weil Autofahrer aus Bequemlichkeit ein paar Minuten Fußweg scheuen, in dichtem Verkehr die Fahrbahn nutzen müssen und damit besonders bei Dämmerung und Dunkelheit großen Gefahren ausgesetzt sind.

"Die Hinweiskarte, die bei Verstößen gegen das Parkverbot auf Bürgersteigen unter die Scheibenwischer gesteckt wird, soll Autofahrende daran erinnern, dass ihr Verhalten für ihre Mitmenschen eine massive Beeinträchtigung bedeutet und ihnen bewusst machen, dass sie vielleicht selbst einmal durch eine derartige Situation in Bedrängnis geraten können", erläutert Nikolaus Teves, Vorsitzender des Kreisseniorenbeirats des Kreises Bergstraße. Gemeinsam mit Randoald Reinhardt übergab dieser nun das erste Kartenpaket der Neuauflage an den zuständigen Ersten Stadtrat Bastian Kempf und das Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung.

In diesem Zusammenhang freute er sich besonders darüber, dass der Ideenvater der Gehwegkarte Randoald Reinhardt ebenso eng mit der Stadt Viernheim verbunden ist wie mit der Firma pixelegg, die für die professionelle grafische Umsetzung sorgte. Die Gehwegkarte solle niemanden, der sich über eine unzureichende Parksituation ärgert, noch mehr in Rage bringen. "Vielmehr ist sie eine freundliche Bitte, das eigene Parkverhalten daraufhin zu überprüfen, ob dadurch Mitmenschen in vermeidbarer Weise in Not gebracht werden." Sie sei, so Teves weiter, einer der Mosaiksteine, mit denen der Kreisseniorenbeirat dazu beitragen möchte, die Lebensbedingungen im Kreis Bergstraße für Menschen im Alter, aber auch in allen anderen Lebenssituationen und für alle Generationen positiv und lebenswert zu gestalten.

Erster Stadtrat Bastian Kempf nahm die Erstausstattung Gehwegkarten stellvertretend für das Ordnungsamt entgegen. "Wir freuen uns über dieses außerordentlich bemerkenswerte Engagement des Kreisseniorenbeirats und sagen gerne unsere Unterstützung zu", so der Viernheimer Ordnungs- und Verkehrsdezernent.