Zwei verdiente Persönlichkeiten aus dem Dienste der Justiz verabschiedet

Dank an Werner Nägel und Hans Renner für jahrzehntelange ehrenamtliche Tätigkeit im Ortsgericht und als Schiedsmann

Vergangenen Freitag fand die feierliche Verabschiedung von Werner Nägel als Ortsgerichtsvorsteher und Schiedsmann sowie Hans Renner als Ortsgerichtsschöffe im Magistratszimmer des Rathauses statt. An der Verabschiedung nahmen Amtsgerichtsdirektor Lothar Schwarz, Justizamtsrätin Anette Kruzycki, Bürgermeister Matthias Baaß, 1. Stadtrat Bastian Kempf, Stadtverordnetenvorsteher Norbert Schübeler, Mitglieder des Magistrats sowie die Ortsgerichtsschöffen Klaus Quarz und Bernhard Seitz teil. Ebenso waren der stellvertretende Ortsgerichtsvorsteher und stellvertretende Schiedsmann Josef Benz und die stellvertretende Ortsgerichtsvorsteherin Franziska Krug bei den Feierlichkeiten anwesend.

Amtsgerichtsdirektor Schwarz widmete sich in seiner Rede zuerst dem langjährigen Ortsgerichtsvorsteher und Schiedsmann Werner Nägel mit dem Satz: "Am 30. September 2019 geht eine Ära zu Ende." Werner Nägel war seit 31 Jahren im Ortsgericht tätig, 1988 als Schöffe und stellvertretender Ortsgerichtsvorsteher und seit 1999 als Ortsgerichtsvorsteher. Hinzu kommt noch seine 42-jährige Tätigkeit als Schiedsmann seit dem Jahr 1977.

Der Amtsgerichtsdirektor hob das große Engagement des ausscheidenden Ortsgerichtsvorstehers hervor. "Sie haben Ihre Arbeit immer mit viel Freude und Engagement ausgeübt und zu jeder Zeit die Interessen des Ortsgerichts vertreten." Mit viel Lebens- und Berufserfahrung, gepaart mit dem nötigen Fingerspitzengefühl habe er das Amt des Ortsgerichtsvorstehers wahrgenommen. Werner Nägel genoss jahrzehntelang das vollste Vertrauen des Amtsgerichts, "daher wurden sie auch immer wieder erneut im Amt bestätigt", so Lothar Schwarz, der das Ausscheiden einer solch erfahrenen Person sehr bedauert, aber aufgrund der langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit auch Verständnis zeigt.

Als Schiedsperson im Schiedsamt kümmerte sich Nägel seit 1977 sozusagen um die kleinen "Weh-Wehchen" unter den Viernheimer Bürgerinnen und Bürgern. Auch hier bescheinigte Schwarz dem Schiedsmann eine außerordentliche kommunikative Fähigkeit mit den Bürgern sowie das erforderliche Einfühlungsvermögen, um Lösungsvorschläge zu unterbreiten und zwischen den Bürgern zu vermitteln.

Hans Renner, der im Jahr 2001 als Ortsgerichtsschöffe bestellt wurde, blickt auf eine 18-jährige Tätigkeit zurück, die er überwiegend bei Schätzungen ehrenamtlich leistete. "Hierbei haben Sie immer mit viel Geschick und sehr umsichtig gehandelt", so der Amtsgerichtsdirektor. "Menschen wie Hans Renner und Werner Nägel sind ein Segen für die Bürger einer Stadt, die in ihrer Freizeit im Dienste der Gemeinschaft tätig sind, um den Rechtsfrieden herzustellen", mit diesen Worten bedankte sich Schwarz bei beiden im Namen der Justiz und händigte die jeweiligen Urkunden zum Ausscheiden aus dem Amt persönlich aus.

"Es braucht Menschen, die sich in der Stadt auskennen, egal ob als Schöffe oder Ortsgerichtsvorsteher", begann Bürgermeister Baaß seine Dankesrede. Sowohl Werner Nägel als langjähriger städtischer Bediensteter, als auch Hans Renner, der seit 1964 in der Kommunalpolitik tätig war, konnten in ihre ehrenamtliche Tätigkeit viel Lebens- und Berufserfahrung einbringen. "Immenses Wissen, Pflichtbewusstsein und Verlässlichkeit" seien für die beiden "Diener des Staates" Werner Nägel und Hans Renner normale Alltagsroutine gewesen, so der Bürgermeister. Baaß sprach dem Ortgerichtsvorsteher Nägel sowie dem Ortsgerichtsschöffen Renner seinen Dank im Namen der Stadt Viernheim für das langjährige Engagement aus - verbunden mit dem größten Respekt.

Werner Nägel bedankte sich - auch im Namen von Hans Renner - anschließend bei allen Anwesenden, vor allem bei dem Team des Ortsgerichts für die gute und harmonische Zusammenarbeit, durch die mittlerweile auch ein freundschaftliches Verhältnis untereinander entstanden ist.

Nachfolger von Werner Nägel im Ortsgericht sowie als Schiedsmann ist Josef Benz, Leiter des Amtes für Sozialwesen und Standesamt. Er wurde von der Stadtverordnetenversammlung kürzlich einstimmig gewählt und vom Amtsgerichtsdirektor endgültig bestellt.